Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie Bildung und Erziehung
Die Daimler-Benz AG hat in den Jahren 1975 bis 1979 dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ein Sondervermögen mit der Maßgabe übereignet, damit einen -Daimler-Benz-Fonds- zu dotieren und dessen Erträge für die Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie für die Förderung des wissenschaftlichen und technischen Nachwuchses zu verwenden. Mit Wirkung vom 1. Januar 1988 wurde dieses Sondervermögen in eine nichtrechtsfähige Stiftung im Stifterverband unter der Bezeichnung -Daimler-Benz-Fonds- umgewandelt. Mit der Entstehung der DaimlerChrysler AG wurde der Stiftungsname in -DaimlerChrysler-Fonds- mit Wirkung vom 1. Januar 1999 beschlossen. Nach dem Ausscheiden der Chrysler LLG hat der Stiftungsvorstand mit Wirkung vom 22. Oktober 2007 die Namensänderung in -Daimler-Fonds- beschlossen.
Förderschwerpunkte:
Der Daimler-Fonds erfüllt seine satzungsmäßigen Aufgaben aus den Erträgen seines Stiftungsvermögens und aus regelmäßigen Zuwendungen der Stifterin. Neben der Unterstützung des Schwerpunktprogramms des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft konzentriert sich die Stiftung derzeit auf drei Förderfelder:1. Strukturprobleme in Forschung und Lehre
2. Ingenieurwissenschaften
3. Internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit
In besondereren Fällen kann die Stiftung auch außerhalb dieser Förderfelder einzelne Programme entwickeln oder sich einzelnen Projekten zuwenden.
Im Rahmen des Schwerpunktes "Strukturprobleme in Forschung und Lehre" hat sich der Stiftungsfonds in den neuen wie den alten Bundesländern nachhaltig an der Errichtung von Stiftungsprofessuren beteiligt.
Dazu zählen u.a.:
- Stiftungsprofessur für Integrale Verkehrsplanung an der Universität Stuttgart
- Stiftungsprofessur für Produktionstechnische Software an der Universität Stuttgart
- Juniorprofessur im Exzellenzcluster Simulation Technology (SimTech) der Universität Stuttgart
- Karl Feuerstein-Stiftungsprofessur für Schmerzforschung am Klinikum Mannheim der Universität Heidelberg
- Stiftungsprofessur für Prozessgerechte Technologiegestaltung an der Universität Bremen.
Der Stiftungsfonds beteiligt sich zudem an den von breiten Kreisen der Wirtschaft getragenen Bemühungen, das Hochschulwesen in Deutschland zu modernisieren und zu internationalisieren.
Der Daimler-Fonds unterstützt daher das International Department an der Universität Karlsruhe sowie das Stuttgart Institute for Management and Technology durch die Gewährung von Investitionsmitteln wie die Bereitstellung von Mitteln für die Vergabe von Stipendien.
Daneben beteiligt sich der Stiftungsfonds vor allem in Kooperation mit dem Stifterverband an vielfältigen hochschulpolitischen Maßnahmen zur Strukturverbesserung des Hochschulwesens in Deutschland.
Darüber hinaus unterstützt der Daimler-Fonds
- die Vergabe des Deutschen Zukunftspreises - Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation -, der seit 1997 jährlich vergeben wird und zu den wichtigsten Wissenschaftsauszeichnungen in Deutschland gehört.
- Die Länder Mittel- und Osteuropas (Förderung des New Europe College in Bukarest, Unterstützung von multiethnischen Sommerschulen in den Ingenieurwissenschaften mit Teilnehmern aus Ländern Südosteuropas an der TU Darmstadt), Amerika (Unterstützung des Center for German and European Studies in Berkeley an der University of California, des American Institute for Contemporary German Studies an der Johns Hopkins University, Washington, und der American Academy in Berlin), Südafrika Stipendienpogramm zugunsten der Cape Town University, Nachbetreuung ehemaliger Stipendiaten der Alexander von Humboldt-Stiftung in Südafrika, Förderung eines Forschungsprogramms "Societies and their institutions in the transition to democracy" an der Universität Stellenbosch sowie das Stellenbosch Institute for Advanced Study (STIAS)) bilden den Kern des Schwerpunktes Internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit, der durch Förderungen in Israel und China noch ergänzt wird.
Stiftungsvermögen:
3,2 Mio. EuroFördervolumen:
1,3 Mio. EuroAntragstellung:
Die Stiftung versteht sich als operative Stiftung; d.h. sie agiert vornehmlich im Rahmen eines eigenen Schwerpunktprogramms und wirkt bei der Projektentwicklung und -durchführung gestaltend mit. Vor einer Antragstellung empfiehlt sich eine Kontaktaufnahme mit der Stiftung, um die Erfolgsaussichten eines Antrages zu klären.Kontakt
DSZ - Deutsches Stiftungszentrum
Barkhovenallee 1
45239 Essen