Die Stiftung wurde in Erfüllung einer testamentarischen Verfügung der im Jahr 1986 verstorbenen Frau Marianne A. Huebner, Tochter des Kinderarztes Sanitätsrat Dr. Emil Alexander Huebner, gegründet.

Stiftungszweck ist die Förderung der medizinischen Forschung auf den Gebieten der Kinderheilkunde und der Krebsforschung.


Marianne A. Huebner

Förderschwerpunkte:

Die Stiftung unterstützt wissenschaftliche Vorhaben von Nachwuchswissenschaftlern in der Kinderheilkunde. Gefördert wurden bisher Forschungsstipendien für bis zu sechsmonatige Auslandsaufenthalte zur Aus- und Fortbildung an auswärtigen Forschungseinrichtungen, Stipendien für die Teilnahme an Kursen, die der Vermittlung wissenschaftlicher Methoden dienen sowie Zuschüsse zur Anschaffung von Geräten, die zur Durchführung von Forschungsvorhaben benötigt wurden.

Im Jahr 2007 wurde von der Stiftung erstmals eine "Juniorforschergruppe Pädiatrie" zu dem Thema "angeborene Erkrankungen im Kindesalter: Ursachen und Behandlung" ausgeschrieben.
Mit diesem Förderprogramm wendet sich die Stiftung an den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Kinderheilkunde und bietet besonders qualifizierten Postdoktoranden und Doktoranden die Möglichkeit, auf hohem wissenschaftlichem Niveau gemeinsam ein aktuelles Forschungsprogramm zu bearbeiten.

Als erste Gruppe wird an der Berliner Charité ein Wissenschaftlerteam um den Biochemiker Dr. Harald Schulze gefördert.

Mit den für drei Jahre gewährten 120.000 Euro kann der 38-jährige Berliner Biochemiker Harald Schulze seinen Forschungsschwerpunkt weiter ausbauen. Er untersucht die Bildung von Blutplättchen (die sog. Megakaryopoese) und ihre Störungen.
Schulze ist im Jahr 2007 eine Aufsehen erregende Entdeckung gelungen. Gemeinsam mit seinem Team konnte er den Gendefekt identifizieren, der bei Kindern mit dem sogenannten "TAR-Syndrom" auftritt. Bei dieser mit einer Häufigkeit von 1:1.000.000 auftretenden Krankheit leiden die Kinder an einem angeborenen Mangel an Blutplättchen, der zu lebensbedrohlichen Blutungen in der Säuglings- und Kleinkindzeit führt. Zudem zeigen die kleinen Patienten charakteristische Fehlbildungen im Armbereich mit stark verkürzten Ober- und Unterarmen.
"Wir konnten zeigen, dass bei den betroffenen Kindern ein kleines Stück ihres Erbgutes auf dem Chromosom 1 fehlt", so Harald Schulze. Auf dem fehlenden DNA-Abschnitt konnte das Team um Schulze insgesamt zwölf Gene identifizieren. Dabei scheint ein Gen mit dem Namen PIAS3 eine zentrale Rolle für die störungsfreie Ausreifung von funktionierenden Blutplättchen zu spielen.
Mit der Förderung der Huebner-Stiftung will Schulze bestimmen, wie das Fehlen von PIAS3 die Signalübertragung stört, die im gesunden Menschen die kontinuierliche Bereitstellung der Blutplättchen garantiert. Schulze: "Damit können wir in Zukunft bessere Therapie-Optionen entwickeln und schwere Blutungen bei den betroffenen Kindern verhindern."


Stiftungsvermögen:

960 000 Euro


Fördervolumen:

40.000 Euro


Antragstellung:

Anträge nimmt die Stiftung nur im Rahmen von Ausschreibungen entgegen.
.


Spendenkonto:

Huebner-St./Stifterverband
Hauck & Aufhäuser
BLZ 50220900
Konto 18309


Beate Siem

Beate Siem

Stiftungsbetreuerin
T: (0201) 8401-197
F: (0201) 8401-255

E-Mail senden