Eine Stiftung zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung auf dem Gebiet des Chemie- und Bio-Ingenieurwesens.

Anlässlich ihres hundertjährigen Bestehens errichtete die Deutsche Solvay-Werke GmbH die Stiftung im Jahr 1980. Damit fand eine Tradition ihre Fortsetzung, die der belgische Industrielle Ernest Solvay (1838 - 1922) mit der Stiftung mehrerer wissenschaftlicher Institute an der Freien Universität Brüssel im Jahre 1893 begründet hat. Auch an dem deutschen Wissenschaftsgeschehen nahm Ernest Solvay zeitlebens Anteil. So wurden zwischen 1913 und 1938 der Preußischen Akademie der Wissenschaften von den Deutschen Solvay-Werken bedeutende Zuwendungen gewährt. Die Förderung der Wissenschaften ist Leitmotiv der "Solvay-Kongresse für Physik", die 1911 ins Leben gerufen wurden und auf denen sich seither bedeutende Naturwissenschaftler regelmäßig treffen. Zu den Teilnehmern des ersten Kongresses 1911 gehörten Albert Einstein, Madame Curie und Max Planck. In die Geschichte der Chemie ist Ernest Solvay mit einem Verfahren zur Soda-Synthese eingegangen, das er 1861 zum Patent anmeldete und das seinen Namen trägt. Binnen weniger Jahre entstanden überall in der Welt Sodafabriken, die nach dem Solvay-Verfahren arbeiten.


Ernest Solvay Ernest Solvay

Förderschwerpunkte:

1. Stipendien für wissenschaftliche Forschungsarbeiten
Die Ernest Solvay-Stiftung vergibt für einen Auslandsaufenthalt von maximal 6 Monaten:
Stipendien für Verfahrenstechnik
Stipendien für Chemieingenieurwesen
Stipendien für Technische Chemie
Stipendien für Bioingenieurwesen

Die Studienförderung der Stiftung ermöglicht Studierenden der Fachrichtungen Chemieingenieurwesen, Verfahrenstechnik, Technische Chemie und Bioingenieurwesen an deutschsprachigen wissenschaftlichen Hochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz einen Studienaufenthalt im Ausland und Studierenden aus ost- und mitteleuropäischen Staaten einen Forschungsaufenthalt an einer Hochschule in Deutschland.
Gefördert werden Studierende höherer Fachsemester, die eine Studien-/Bachelor oder Diplom-/Masterarbeit an einer ausländischen Hochschule anfertigen wollen.
Voraussetzungen sind überdurchschnittliche Studienleistungen und gute Sprachkenntnisse.
Zusätzlich zur Einhaltung dieser grundsätzlich geltenden Kriterien sind im Rahmen der aktuellen Förderungsvergabe gerade auch Arbeiten willkommen, die sich mit den Themenschwerpunkten Energiespeicherung, Erneuerbare Energien und Materialien für die Elektronik (Printed Electronics) befassen.
Weiterhin besteht die Möglichkeit, Studierende aus ost- und mitteleuropäischen Staaten zu fördern, die einen Forschungsaufenthalt im Rahmen ihres Studiums an einer Hochschule in Deutschland verbringen.
Die Förderleistung besteht aus einem Zuschuss zu den Reisekosten sowie einem in der Höhe angemessenen Stipendium für die Dauer von bis zu sechs Monaten.
Die Auslandsaufenthalte können frühestens zwei Monate nach der jeweiligen Bewerbungsfrist angetreten werden.

2. Ernest-Solvay-Preis für exzellente wissenschaftliche Forschung
Darüber hinaus vergibt die Stiftung den mit 20.000 Euro dotierten Ernest-Solvay-Preis. Der Preis, der 1982 zum ersten Mal ausgelobt worden ist, wird alle zwei Jahre jeweils einem Wissenschaftler einer nicht-industriellen Forschungseinrichtung für bedeutende Leistungen auf den Gebieten des Chemieingenieurwesens oder der Verfahrenstechnik zuerkannt. Voraussetzung ist, dass der Preisträger dabei eine eigene Lehre vertritt. Preisträger im Jahr 2014 ist Professor Dr.-Ing. Hans Hasse, der für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Thermodynamik ausgezeichnet wurde.


Ernest-Solvay-Stiftung Stipendiaten 2014 Der stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende der Ernest-Solvay-Stiftung Prof. Andreas Seidel-Morgenstern (links) und der Vorsitzende der Geschäftsführung der SOLVAY GmbH Dr. Andreas Meier mit den Stipendiaten 2014 der Stiftung. Quelle: Solvay Foto-Bibliothek

Fördervolumen:

ca. 50.000 Euro pro Jahr


Antragstellung:

Antragsschluss ist jeweils der 30.06. und der 31.12. des Jahres. Antragsunterlagen finden Sie rechts im Downloadbereich.


Spendenkonto:

Wir freuen uns über jede Unterstützung unserer Arbeit. Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie der Stiftung eine Spende oder Zustiftung zukommen lassen möchten.


Swantje Beitzer

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Stiftungsbetreuerin
T: (040) 80 60 99 583
F: (0201) 8401-255

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