Die Stiftung wurde als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts im Jahr 1987 durch Frau Dr. Lotte Köhler mit Sitz in Darmstadt errichtet. Im Jahr 2001 wurde die Stiftung in die Verwaltung des Stifterverbandes übernommen und verlegte ihren Sitz nach Essen.


Förderschwerpunkte:

Die Stiftung fördert die Wissenschaften vom Menschen und zwar insbesondere solche Gebiete, die das Verständnis des Menschen über sich selbst erweitern. Darunter sind zu verstehen sowohl Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der Medizin als auch auf dem Gebiet der psychologischen Aspekte der Menschen vor allem im Zusammenleben mit anderen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Förderungsmaßnahmen im psychologischen Bereich können sich erstrecken auf die interdisziplinäre Forschung und auf Forschungsgebiete, soweit sie entweder aus politisch weltanschaulichen Gründen oder aus Gründen der Organisation der Wissenschaft an den Universitäten der Bundesrepublik Deutschland einen Rückstand gegenüber der ausländischen Forschung aufweisen oder in ihrer Entfaltung entscheidend gehemmt sind.
Als derartige Gebiete können gegenwärtig angesehen werden z.B. die Kulturanthropologie, die Psychohistorik, die psychoanalytische Krankheitslehre, die psychoanalytisch/psychodynamische Entwicklungspsychologie und Sozialpsychologie, die Humanethologie, die Kinderpsychiatrie, die Psychobiologie u.a.
Im Jahr 2011 vergibt die Köhler-Stiftung erstmals den Hans-Kilian-Preis für die Erforschung und Förderung der metakulturellen Humanisation.
Der Preis ist mit 80.000,00 Euro dotiert und würdigt exzellente Leistungen von Personen, die neue Einsichten in die geschichtliche und kulturelle Existenz des Menschen und seine veränderliche Psyche vermittelt haben. Nähere Informationen zum Hans-Kilian-Preis finden Sie in der Broschüre im Downloadbereich.


Stiftungsvermögen:

rund 3,3 Mio. Euro


Fördervolumen:

rund 300.000 Euro


Antragstellung:

Die Stiftung wird vornehmlich im Rahmen eines eigenen Schwerpunktprogramms tätig. Diese Schwerpunkte sind: Medizinische, psychologische, psychoanalytische, psychohistorische und interdisziplinäre Themen aus dem Bereich der NS-Forschung, Bindungsforschung, Forschung über die sozioemotionale Entwicklung, Gedächtnisforschung, klinischen Neuropsychoanalyse u.a.

Anträge werden ausschließlich zur nächsten Vorstandssitzung, die im November 2010 stattfindet, bis Ende September 2010 entgegengenommen.
Vor einer detaillierten Antragstellung sollten Sie einen Kurzantrag per mail bei der Stiftung einreichen, um die Erfolgsaussichten für eine Förderung zu klären. Ein ausführliche Antrag ist nach den Vorgaben des Antragsschemas im Downloadbereich zu erstellen und sollte in Gänze 12 bis 15 Seiten umfassen.

Nominierungen und Bewerbungen zum Hans-Kilian-Preis sind bis spätestens 30. Juni 2010 bei der Koordinationsstelle einzureichen.

Kontakt
Prof. Dr. Jürgen Straub
Dr. Gala Rebane

Koordinationsstelle Hans-Kilian-Preis
Lehrstuhl für Sozialtheorie und Sozialpsychologie
Fakultät für Sozialwissenschaften

Ruhr Universität Bochum
Universitätsstr. 150
44780 Bochum
hans-kilian-preis@rub.de



Spendenkonto:

Koehler-Stiftung, HypoVereinsbank Essen, BLZ 360 201 86, Konto 321 003 265